11. Januar 2025 · von Hadi Zanjani
Das individuelle Wettkampftempo beim Lauf darf nicht die persönliche Laktatschwelle überschreiten
Das individuelle Wettkampftempo sollte bei längeren Ausdauerwettkämpfen die persönliche Laktatschwelle nicht überschreiten. Wer das versteht, läuft klüger – und finisht stärker.
📖 Lesezeit: ca. 3 Min.
🎯 Fortgeschrittene
📅 Januar 2025
1. Was ist die Laktatschwelle?
- Unterhalb der Schwelle: überwiegend aerobe Energiequellen, nachhaltige Belastung, langsame Ermüdung
- Oberhalb der Schwelle: Laktat häuft sich an, Leistungseinbruch kommt schnell
2. Warum die Schwelle nicht überschreiten?
- Langfristige Leistungsfähigkeit: knapp unter der Schwelle bleiben = länger auf hohem Niveau laufen
- Keine Übersäuerung: Oberhalb der Schwelle limitiert Laktat das Tempo drastisch
- Energieeffizienz: Aerob sparen die Glykogenreserven – entscheidend für die Schlussphase
3. Wie ermittelt man die Laktatschwelle?
- Laktatdiagnostik im Labor: genaueste Methode mit Blutproben während eines Belastungstests
- Feldtest: 30–60-minütiger Tempolauf – das Durchschnittstempo entspricht ungefähr der Schwelle
- Pulsbasiert: Laktatschwelle liegt meist bei 85–90 % der maximalen Herzfrequenz
4. Anwendung im Wettkampf
- Bewusst knapp unter der Schwelle bleiben – besonders in der ersten Hälfte
- Strategische Tempowechsel sind möglich, solange die Schwelle nicht dauerhaft überschritten wird
- In den letzten Kilometern darf die Intensität steigen – die Ermüdung ist dann weniger relevant
- Puls-Monitoring oder Pace-Vorgabe als Orientierung während des Rennens
Die Laktatschwelle ist der Schlüsselwert für ein intelligentes Wettkampftempo. Wer sie kennt und respektiert, schöpft seine maximale Leistungsfähigkeit aus – ohne vorzeitig einzubrechen.
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Persönliches Training mit Hadi
Laktatschwelle bestimmen lassen
Laktattest und Leistungsdiagnostik bei der Running School of Hannover – individuelle Trainingsbereiche bestimmen.