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30. November 2024 · von Hadi Zanjani

Wie kann ein Läufer Ermüdungswiderstand trainieren?

Ermüdungswiderstand zu trainieren bedeutet, die Fähigkeit des Körpers zu verbessern, trotz zunehmender Ermüdung effizient zu arbeiten. Das ist entscheidend für Langstreckenläufer – und durch gezieltes Training, Ernährung und mentale Strategien deutlich verbesserbar.

📖 Lesezeit: ca. 4 Min.
🎯 Fortgeschrittene
📅 November 2024

1. Längere Ausdauerläufe (Long Runs)

  • Ziel: Körper an längere Arbeitszeit gewöhnen, Fettverbrennung verbessern
  • Wöchentliche lange Läufe (90–150 Minuten) im aeroben Bereich (70–80 % HFmax)
  • Progressive Long Runs: Langsam starten, in den letzten Kilometern das Tempo steigern

2. Training der Laktatschwelle

  • Ziel: Den Punkt hinauszögern, ab dem Laktat die Leistung limitiert
  • Tempoläufe: 20–40 Minuten leicht unter der anaeroben Schwelle
  • Intervalle: 3–8 Minuten bei oder knapp über der Schwelle, mit kurzen Erholungspausen

3. Intervalltraining

  • Ziel: Höhere Intensitäten aushalten und sich schnell erholen
  • HIIT: 400–800 m bei 90–95 % der Maximalleistung mit aktiver Erholung
  • Bergintervalle: Steigern Kraftausdauer und verbessern Laufökonomie

4. Ermüdungssimulation

  • Back-to-Back-Läufe: Zwei lange Läufe an aufeinanderfolgenden Tagen
  • Laufen mit niedrigem Kohlenhydratspeicher: Training auf nüchternem Magen fördert Fettverbrennung (nicht zu oft, unter Anleitung)

5. Krafttraining für Ermüdungsresistenz

  • Kniebeugen, Ausfallschritte, Planks und Sprungkraftübungen für Muskelausdauer
  • Fokus auf Rumpfstabilität: Hält die Haltung auch bei Ermüdung aufrecht
  • Plyometrische Übungen für reaktiven Abdruck bis weit in die Trainingseinheit

6. Mentaltraining

  • Visualisierung von Wettkampfsituationen und Ermüdungsphasen
  • Positives Selbstgespräch während intensiver Trainingseinheiten
  • Bewusstes Training im Unbequemen: Discomfort gezielt suchen und aushalten

7. Ernährung und Regeneration

  • Vor dem Training: Ausreichende Kohlenhydratspeicher für intensive Einheiten
  • Während langer Läufe (über 90 Min.): Kohlenhydratzufuhr über Gels oder Getränke
  • Nach dem Training: Kohlenhydrat-Protein-Mix zur schnellen Erholung
  • Schlaf: 7–9 Stunden – der wichtigste Regenerationsfaktor überhaupt

Ermüdungswiderstand entsteht durch systematische Arbeit an Ausdauer, Laktatschwelle, Kraft und Geist. Wer alle diese Bereiche trainiert, läuft länger auf hohem Niveau – und finisht stärker als er gestartet ist.

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